Basenfasten

Basenfasten: eine sanfte Option für die Aufbautage

Nach einer Fastenwanderwoche folgen die sogenannten Aufbautage – die Zeit, in der sich Verdauung und Stoffwechsel behutsam wieder an feste Nahrung gewöhnen. Eine Methode, die sich für diese Übergangsphase gut eignet, ist das Basenfasten. Hier stellen wir dir kurz vor, was dahintersteckt.

Was ist Basenfasten?

Basenfasten wurde 1997 von der Diätassistentin Sabine Wacker entwickelt. Anders als beim klassischen Fasten wird dabei nicht auf feste Nahrung verzichtet – erlaubt sind mehrere Mahlzeiten am Tag, allerdings ausschließlich aus sogenannten „basenbildenden“ Lebensmitteln. Ziel ist laut der Methode eine Entlastung des Körpers, häufig mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass auch ein paar Pfunde purzeln.

Sabine Wacker betreibt bis heute selbst eine umfangreiche Basenfasten-Seite mit über 800 kostenlosen Rezepten und einem kostenlosen 7-Tage-Plan: basenfasten.de.

Warum Basenfasten?

Die Methode beruht auf der Annahme, dass eine Ernährung mit viel Fleisch, Zucker und Fertigprodukten den Säure-Basen-Haushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht bringt und zu Beschwerden wie Müdigkeit, Hautproblemen oder Kopfschmerzen führen kann. Eine Woche mit ausschließlich basisch wirkenden Lebensmitteln soll diesen Haushalt wieder ins Lot bringen. Wichtig zu wissen: Wissenschaftlich ist diese Übersäuerungs-Theorie bislang nicht belegt – der gesunde Körper reguliert seinen Säure-Basen-Haushalt über eigene Puffersysteme weitgehend selbst. Unabhängig von der Theorie berichten viele Anwender aber von einem spürbar leichten, guten Gefühl während einer solchen Woche – was für die Aufbautage nach dem Fasten ohnehin ein gutes Ziel ist.

Wie funktioniert es?

Anders als beim Wasserfasten oder Fastenwandern nach Buchinger wird beim Basenfasten also normal gegessen – morgens, mittags und abends, jeweils ausschließlich basenbildende Lebensmittel. Empfohlen werden dabei mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag, am besten Wasser und ungesüßte Tees. Eine typische Basenfastenwoche dauert etwa sieben bis zehn Tage, lässt sich in kurzer Form aber auch gut auf die drei bis vier Aufbautage nach einer Fastenwanderwoche übertragen.

Welche Lebensmittel?

Erlaubt: Obst, Gemüse, frische Kräuter, Keimlinge und Sprossen, Nüsse sowie hochwertige Pflanzenöle wie Oliven-, Lein- oder Rapsöl. Als Faustregel gilt dabei ein Verhältnis von etwa 80 % Gemüse zu 20 % Obst.

Tabu: Fleisch und Wurstwaren, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte, Getreide und Getreideprodukte (Brot, Nudeln, Reis), Süßigkeiten, Kaffee und Alkohol.

Unsere Empfehlung für die Aufbautage

Ein eigenes, geführtes Basenfasten-Programm bieten wir aktuell nicht an – die Prinzipien lassen sich aber wunderbar auf die Aufbautage nach unseren Fastenwanderwochen übertragen: kleine, ausschließlich pflanzliche Mahlzeiten aus Obst, Gemüse und Kräutern, viel Flüssigkeit und ein bewusstes, langsames Herantasten an feste Nahrung. Wer mag, kann diesen Ansatz auch zu Hause fortführen. Bei Fragen sprich uns während der Fastenwanderwoche gerne direkt an.